Von Deutschland nach Russland

Nischni Nowgorod liegt in Russland, ein lebens- und liebenswertes Land – aber alles ist ganz anders: 24h Einkaufen, High Heels im Schnee, echte Männer trinken O-Saft, ganz reich – ganz arm – wo ist die Mitte?

Freiwilliges Soziales Jahr  in Nischni Nowgorod bietet viele Chancen:

  • Soziale Kompetenzen im fremden Umfeld, weil man viele Leute kennenlernt, die anders ticken, aber dann auch wieder ganz ähnlich sind;
  • Persönliche Weiterentwicklung im Zeitraffer, weil man sich in kurzer Zeit umstellt, anpasst, an sich selbst neue Seiten entdeckt;
  • Soft Skills fürs Leben: wer hier durchhält, hat besondere Ausdauer, Zielstrebigkeit, Teamfähigkeit und mehr bewiesen!

Die Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V. vergibt jährlich vier Plätze an Schulabgänger für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Essens Partnerstadt.

Übrigens: Vor mehr als 20 Jahren begann das Projekt als Ersatz für den Wehrdienst. Die jungen Leute ließen sich mit friedlicher Absicht auf das Abenteuer Russland ein. Sie werden bis heute liebevoll Friedis und Friedas genannt.

So geht’s: Schritt für Schritt nach Nischni Nowgorod

  1. Schriftliche Bewerbung: Lebenslauf und Motivationsschreiben bis spätestens zum 31. 12. 2018 per Mail an die Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung schicken. Im folgenden Januar finden Eignungsgespräche in Essen statt.
  2. Vorbereitungstreffen: Nach Abschluss des Auswahlverfahrens folgen ein Treffen mit ehemaligen Teilnehmern, sowie ein Ausreiseseminar aller internationalen Freiwilligen.
  3. Kurzreise nach NN: Eine kurze Informationsreise (ca. eine Woche) nach Nischni Nowgorod ist zur Ausstellung eines Jahresvisums vor Antritt des FSJ erforderlich. Die aktuellen Freiwilligen vor Ort zeigen alles: Wohnen – Leben – Arbeiten – Persönliche Kontakte.
  4. Sprachkenntnisse: Sie sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. In Deutschland werden ein Crash-Kurs und in Russland eine Mentorenschaft von Studierenden der Linguistischen Universität Nischni Nowgorod zum Auf- und Ausbau der russischen Sprache angeboten.

Voraussetzung: Volljährigkeit zum Zeitpunkt der Ausreise
Einsatzorte: Waisenhaus, Behindertenschulen, Krankenhaus
Dauer: ein Jahr, Beginn September
Grundlage ist das Gesetz zur Förderung der Jugendfreiwilligendienste (GMBl 2010, S. 1778 ff.)

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und euch kennen zu lernen!

Die finanzielle Seite

Das Bundesfamilienministerium fördert die Freiwilligen mit einem trägerbezogenen Festbetrag von bis zu 350 € pro Monat. Zugelassener Träger dieses Projektes ist die evangelische Kirche im Rheinland.

Bewerbungsverfahren, Auswahl und Betreuung in Nischni Nowgorod obliegen der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung.

Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1500 € für Versicherungen, Miete, Vorbereitungstreffen etc. sollen durch die Teilnehmer über den Aufbau eines Förderkreises aus Freunden, Bekannten, Verwandten erbracht werden.

Folglich stehen dann ca. 400 € monatlich zur Verfügung, womit ein gutes Auskommen für Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld gesichert ist.

Noch Fragen?

Im Jahr 2016/2017 waren Juri, Marius, Carl und Frida in Nischni Nowgorod im Einsatz, seit September 2018 sind mit Emilia, Julia und Sven drei neue Freiwillige in Nischni Nowgorod und können ihre ersten Eindrücke berichten. Alle ihre Berichte aus dem spannenden Jahr sind hier zu finden. Alle geben gern Auskunft an Interssierte, Kontakt stellt die Gesellschaft gerne her. (info@deutsch-russische-begegnung.de).

Ansprechpartner des Projektes in Essen sind Irina Pfeiffer (russ.begeg.essen@web.de), Barbara Lachhein (info@deutsch-russische-begegnung.de) sowie Joelina Arndt, als ehemalige Freiwillige (Joelina.Arndt@uni-duesseldorf.de). Wir geben umfassend Auskunft zu allen Fragen von Schülern, Eltern, Interessierten.

Der Aufenthalt in NN wird aktiv von der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung begleitet. Deshalb empfiehlt sich eine Mitgliedschaft während des FSJ, gern auch länger.

Neuigkeiten von den Friedis in Nischni:

2017 wurde wieder der neu etablierte Kurs „Richtig Heben“ an der Medizinischen Berufsschule / Базовый медицинский колледж in Nischni Nowgorod für unsere Freiwilligen angeboten. In zwei praktischen Veranstaltungen wurden die wichtigsten Griffe und Haltungen erlernt, um im Krankenhaus oder bei den Invaliden optimal helfen zu können. Der Kurs hat sich bewährt, fand bei den aktuellen Friedis bereits zu Beginn jedes Dienstjahres statt und bietet eine gute Vorbereitung für die Freiwilligentätigkeit.