Die Berührung der Ewigkeit - Zeugnisse russisch-orthodoxer Kultur im Ikonen-Museum Recklinghausen

Die Berührung der Ewigkeit – Zeugnisse russisch-orthodoxer Kultur im Ikonen-Museum Recklinghausen

Vom 23. November 2019 bis zum 16. Februar 2020 zeigt das Ikonen-Museum die Ausstellung „Die Berührung der Ewigkeit“ im Rahmen des vom Essener Verein „Rhein-Ruhr-Russland e.V. organisierten Kulturfestivals „Russland zu Gast im Ruhrgebiet“ (23. bis 29. November 2019).
Der Verein veranstaltet seit 2004 jedes Jahr Tage der russischen Kultur in Essen. Und wo kann man die historischen Wurzeln der russisch-orthodoxen Kultur besser kennenlernen als im Ikonen-Museum Recklinghausen? Das Ikonen-Museum öffnet daher sein Depot und präsentiert den Besucherinnen und Besuchern ausgewählte Exponate, die lange nicht mehr oder noch nie zu sehen waren und einen exemplarischen Einblick in die thematische und materielle Vielfalt der russisch-orthodoxen Kultur vermitteln. Ikonen zeigen unter anderem wichtige in Russland verehrte Heilige, zu denen neben der Gottesmutter und den bekannten Georg und Nikolaus auch in Westeuropa unbekannte Heilige wie die Fürstensöhne Boris und Gleb und der Mönch Sergij von Radonež zählen, die nicht nur auf gemalten Ikonen, sondern auch auf Objekten aus Metall oder Schnitzarbeiten dargestellt wurden. Vorzeichnungen illustrieren zudem das Handwerk des Ikonenmalens.

Ein wahres Highlight ist die Präsentation von liturgischen Stoffen in Goldstickerei, die seit über zwanzig Jahre nicht mehr zu sehen waren, darunter die monumental wirkenden Darstellungen der Gottesmutter von Tichvin und des Heiligen Kirill Novoezerskij („vom neuen See“). Erstmals in Deutschland werden mehrere in aufwendiger Handarbeit hergestellte und reich verzierte gestickte Ikonen des Moskauer Ateliers Prikosnovenie („Die Berührung“) präsentiert. Obschon von kleinem Format, bestechen sie durch ihre hohe handwerkliche und künstlerische Qualität und den Reichtum der verwendeten Materialien (u. a. Samt, Brokat, Silber- und Goldfäden, Edel- und Halbedelsteine, Perlen). Sie begeistern nicht nur Interessierte der Ostkirchenkunst, sondern auch Freundinnen und Freunde traditioneller Handwerksarbeit und bezeugen die Lebendigkeit der orthodoxen Kultur in der Gegenwart.

Die Eröffnung findet am 23. November 2019 um 16.30 Uhr in der Kirche St. Peter (gegenüber dem Museum) statt.

Adresse:

Weitere Informationen finden Sie auch unter  http://www.ikonen-museum.com